Immanuel Lebenszentrum in der Aue

Das Immanuel Lebenszentrum in der Aue umfasst ein Wohnheim mit 48 Plätzen, Trainingswohnen, einen heilpädagogischen Förderbereich sowie eine Seniorentagesstätte mit Tagesstrukturierungsangeboten.

Wohnheim

Auf dem Gelände der Johannes–Saal–Straße befindet sich das Wohnheim. Insgesamt werden hier 48 Bewohner betreut. Im barrierefreien Haupthaus stehen in 2 Wohngruppen je 12 Plätze zur Verfügung, welche überwiegend in Form von individuell eingerichteten Einzelzimmern mit Bad bewohnt werden. Diese Wohnform ist auch bestens geeignet für Rollstuhlfahrer und stark körperlich behinderte Menschen. Eingebettet in einer parkähnlichen Gartenanlage auf dem Grundstück, befindet sich ein weiteres Haus in dem12 Frauen und Männer in persönlich gestalteten Ein- und Zweizimmerappartements leben.

Je nach konstitutioneller Befindlichkeit und Lebensalter, besuchen die Bewohner die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), den einrichtungsinternen heilpädagogischen Förderbereich oder die Tagesstrukturierung für alt gewordene Menschen mit geistiger Behinderung („Seniorentagesstätte“) der Immanuel Diakonie Südthüringen. Unsere Bewohnerinnen und Bewohner haben jegliche Möglichkeit aktiv an Freizeitangeboten, Veranstaltungen und Feierlichkeiten innerhalb und außerhalb der Einrichtung teilzunehmen. Jährlich finden ein- bis zweiwöchige Heimbewohnerurlaube im In-oder Ausland statt. Der hauseigene Servicebereich sorgt täglich unter anderem mit 3 warmen Wahlspeisen für das ausgewogene leibliche Wohlergehen unserer Bewohnerinnen und Bewohner.

Ihre Ansprechpartnerin

Carmen Großkopf

Leiterin des Wohnheims
Johannes-Saal-Straße 9-11
98574 Schmalkalden
T: 03683 6906-1060
F: 03683 6906-1051

Außenwohngruppe

Die Außenwohngruppe als Teil des Wohnheimes befindet sich etwa 2 Km vom Haupthaus entfernt in einer der schönsten Wohnlagen der Stadt Schmalkalden ("Schillerhöhe").

In unserer Wohngemeinschaft leben Frauen und Männer mit einem Handicup. Seit nunmehr über 15 Jahren bietet die Außenwohngruppe "Haus Hoffnung" im Rahmen der Eingliederungshilfe ein höchstmögliches Maß an Selbstbestimmung und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten mit so viel Hilfe wie nötig und so viel Selbständigkeit wie möglich.

Der Baustil unserer Villa ermöglicht eine Wohnraumgestaltung mit persönlicher Note und die Schaffung einer angenehmen häuslichen und familiären Atmosphäre. Die Außenwohngruppe bietet einen gemeindenahen Standort und sichert damit eine sehr gute Erreichbarkeit der Infrastruktur der Stadt Schmalkalden.

»Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können«
(Abraham Lincoln)
Wir arbeiten nach der Auffassung:
  • Nicht mehr ausgrenzende Fürsorge, sondern uneingeschränkte Teilhabe
  • Nicht abwertendes Mitleid, sondern völlige Gleichstellung
  • Nicht mehr wohlmeinende Bevormundung, sondern das Recht auf Selbstbestimmung

Das Ziel unserer Arbeit ist, die vorhandenen Fähigkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner so zu nutzen und zu fördern, dass ein größtmöglicher Grad an eigenständiger Lebensführung und Integration in die Gesellschaft erreicht wird.

Ihre Ansprechpartnerin

Cordula Löhde

Leiterin der Außenwohngruppe
Schweizer Weg 15
98574 Schmalkalden
T: 03683 6906-2400
F: 03683 6906-2419

Trainingswohnen

Als zentraler Baustein der inhaltlichen und fachlichen Weiterentwicklung der Wohnangebote innerhalb der Behindertenhilfe wird in der Immanuel Diakonie Südthüringen kontinuierlich das Trainingswohnen als Zwischenstufe zwischen Wohnheim und Betreutem Wohnen auf- und ausgebaut. Ambulante und gemeindenahe Wohnformen sollen längerfristig in immer stärkerem Maß die vollstationären Unterbringungen ersetzen.

Erste Zielstellung des Trainingswohnens ist somit die umfassende Vorbereitung auf den Wechsel in das Betreute Wohnen. Selbständigeres Leben soll schrittweise erlernt und praktisch umgesetzt werden und damit Sicherheit im Alltagsvollzug und Entscheidungsfreiheit bezüglich individueller zukünftiger Wohn- und Lebensperspektiven auf der Grundlage von Praxiserfahrungen für den Einzelnen garantieren.

Trainingswohnen heißt, dass schrittweise der Grad der Selbstständigkeit und der Selbstversorgungsgrad der betreffenden Personen erhöht und vervollkommnet wird. Hierfür werden individuelle Förder- beziehungsweise Betreuungspläne erstellt und bei sich ändernden Bedingungen modifiziert.

Das nach Möglichkeit zu erreichende Ziel soll der mittel- bis langfristig erfolgreiche Wechsel ins Betreute Wohnen sein. Des Weiteren gibt es aber auch die Option der Rückkehr in das Wohnheim. Insbesondere dann, wenn sich das Trainingswohnen bei Ausschöpfung aller Unterstützungsmöglichkeiten als dauerhafte Überforderung im lebenspraktischen oder emotionalen Bereich für die jeweilige Person erweisen sollte. Bei persönlichen Krisen oder bei Erkrankung kann jederzeit vorübergehend wieder auf die Versorgungsstrukturen des angeschlossenen Wohnheimes zurückgegriffen werden, ohne die prinzipielle Eigenständigkeit in Frage zu stellen. So können alle Chancen einer auf größtmögliche Selbstständigkeit orientierten Wohnform genutzt und die dabei bestehenden Risiken minimiert werden.

Der Wohnstandard umfasst pro betreute Person ein eigenes Zimmer, welches selbstverständlich die Anforderungen der Heimmindestbauverordnung erfüllt bzw. darüber hinausgeht. Zudem steht jeweils eine eigene Nasszelle zur Verfügung. Jeweils drei Personen nutzen gemeinsam eine moderne und mit allen technischen Haushaltsgeräten ausgestattete Wohnküche. Telefon- und Antennenanschlüsse in allen Wohnräumen sind selbstverständlich.

Heilpädagogischer Förderbereich / heilpädagogische Tagesstätte

Die heilpädagogische Tagesstätte ist eine tagesstrukturierende Maßnahme im Sinne der Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) XII. Es werden Menschen mit geistiger Behinderung, Menschen mit einem erhöhten Betreuungsbedarf und Menschen mit herausfordernden Verhaltensweisen im arbeitsfähigen Alter betreut und gefördert, die nicht, noch nicht oder nicht mehr in eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) eingegliedert werden können.

Die ganzheitliche Förderung der zu Betreuenden wird individuell auf die vorhandenen Kompetenzen, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Beeinträchtigungen abgestimmt. In den individuellen Hilfeplänen werden die Förderangebote für den Einzelnen dargestellt und die verschiedensten Förderformen und Fördermöglichkeiten in der Einrichtung (Reittherapie, Ergotherapie, heilpädagogische Angebote etc.) und in der Region (Schwimmbad, Einkaufszentren, Stadtfeste etc.) berücksichtigt.

Als langfristige Ziele stehen die Teilhabe der Betreuten am gesellschaftlichen Leben und die Integration in den Arbeitsbereich der WfbM im Fokus der Gestaltung der Tagesstrukturierung. Die Förderung und Begleitung der Menschen mit Behinderung in der heilpädagogischen Tagesstätte soll das Erreichen und Erhalten der lebenspraktischen Selbständigkeit und der größtmöglichen Lebenserfülltheit der zu Betreuenden ermöglichen.

Im Sinne des Zwei-Milieu-Prinzips findet die heilpädagogische Förderung in separaten vom Wohnheim losgelösten Räumlichkeiten statt, so dass die Betreuten einen normalen Arbeitsalltag erleben können. Der Förderbereich bietet so auch die Möglichkeit in einer anderen Gemeinschaft als der eigenen Wohngruppe soziale Kompetenzen und angemessene Verhaltensweisen zu erlernen und zu festigen.

Im gesamten Prozess der Förderung werden die Interessen und Ressourcen der zu Betreuenden beachtet. Die betreuten Menschen mit Behinderung werden bei uns selbstverständlich als eigenständige Persönlichkeiten angenommen.

Tagesstrukturierung für alt gewordene Menschen mit geistiger Behinderung

Das Angebot der Tagesstrukturierung für alt gewordene Menschen mit geistiger Behinderung richtet sich an Menschen mit entsprechendem Hilfebedarf, die das Seniorenalter erreicht haben.
Grundsätzliches Ziel der Tagesstrukturierung für alt gewordene Menschen mit geistiger Behinderung ist es, geistig behinderten Menschen im Rentenalter eine sinnvolle und dem Alter entsprechende tagesstrukturierende Maßnahme anzubieten, die die Aufgaben der Eingliederungshilfe (§ 53 SGB XII) auch und vor allem unter der Würdigung eines fortgeschrittenen Lebensalters erfüllt.

Im Sinne eines zweiten Milieus im Tagesablauf wird eine ganzheitliche Betreuung umgesetzt, die möglichst alle Persönlichkeits- und Lebensbereiche eines Menschen berücksichtigt und, wenn nötig und möglich, darauf Einfluss nimmt. Parallel zueinander sollen schon erlernte Fähigkeiten und Fertigkeiten und vorhandene Kompetenzen mit neuen kombiniert und erweitert werden. Drohende Pflegebedürftigkeit oder deren Zunahme und damit auch die Steigerung der aufzuwendenden Kosten sollen vermieden werden. Ebenso soll die regelmäßige Auffrischung vorhandener und die Vermittlung neuer Kenntnisse miteinander sinnvoll kombiniert und kreativ miteinander verwoben werden. Herausragendes und tragendes Merkmal aller vorgehaltenen Aktivitäten ist dabei deren Angebotscharakter.

Das heißt, dass die individuelle Nutzung der verschiedenen Betreuungsangebote in Umfang und Häufigkeit prinzipiell freigestellt ist. Nur so kann der Achtung vor der jeweiligen Persönlichkeit, der individuell geprägten Biographie der betreuten Menschen und dem fortgeschrittenen Lebensalter nachhaltig und glaubhaft entsprechend Ausdruck verliehen werden.

Ihr Ansprechpartner

Carmen Großkopf

Leitung
Johannes-Saal-Straße 9-11
98574 Schmalkalden
T: 03683 6906-1060
F: 03683 6906-1051

 
 
 
Alle Informationen zum Thema

Immanuel Pflege Südthüringen

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