Die Immanuel Diakonie Südthüringen feiert 150-jahriges Jubiläum

Eindrücke vom gemeinsamen Fest auf dem Röthof am 26. Mai und dem Jubiläumsakt am Samstag, den 27. Mai in der Stadtkirche St. Georg.

Gemeinsamer Festabend auf dem Röthof

Auftakt der Jubiläumsfeier war ein Fest auf dem Röthof am 26. Mai, zu dem alle Mitarbeitenden, die Bewohnerinnen und Bewohner, Klientinnen und Klienten der Einrichtungen der Diakonie sowie alle Bürgerinnen und Bürger Schmalkaldens eingeladen waren. Rund 400 Leute kamen auf das weitläufige Gelände oberhalb der Stadt. Dieses alte Bauerngut beherbergt das Immanuel Therapiezentrum Röthof, eine Einrichtung der Suchtkrankenhilfe, und wird im Rahmen der Arbeitstherapie auch weiterhin öko-landwirtschaftlich genutzt. Die Gäste genossen einen sonnigen Abend mit abwechslungsreichen Klängen der Famberg-Musikanten, der Jazzband der Musikschule Schmalkalden und des Gitarristen Werner Hucks. Foodtrucks, Getränkestationen und der vom Röthof-Team betriebene Kaffee- und Kuchenstand boten ein reichhaltiges kulinarisches Angebot.

Eindrücke vom Festabend auf dem Röthof

Foto: Michael Bauroth
 
Foto: Michael Bauroth
 
 

Festakt zum Jubiläum in der Stadtkirche St. Georg in Schmalkalden

Auftrag Nächstenliebe! Unter diesem Motto stand die Jubiläumsfeier am Samstag, 27. Mai 2023 in der Stadtkirche St. Georg. Die Reihen der Kirche im Zentrum der Altstadt waren gut besetzt. Wieder waren zahlreiche Mitarbeitende der Immanuel Diakonie Südthüringen sowie die von ihnen betreuten und begleiteten Menschen dabei. Nach einer kurzen filmischen Rückschau auf die 150-jährige Geschichte "Nächstenliebe - Jeden Tag" erinnerte Pastor Ralf-Peter Greif, Konzernbereichsleiter Seelsorge-Theologie-Ethik der Immanuel Albertinen Diakonie, in seinem Statement "In den Zeiten befangen und gefangen" an die Opfer der Euthanasie und der Judenverfolgung im Dritten Reich in unserer Einrichtung in Schmalkalden. Dass dieses Unrecht geschah und wer die Opfer waren, sollte am Tag des Jubiläumsfestes nicht verschwiegen werden.

Wie Gegenwart und Zukunft der Nächstenliebe aussehen und welche Herausforderungen sich hier auftun, machten Mitarbeitende der Fachbereiche Pflege, Behinderten- und Suchtkrankenhilfe sowie Geflüchtetenbetreuung in kurzen, eindrücklichen Beiträgen deutlich. Der überall bestehende Fachkräftemangel wirkt sich spürbar aus: Menschen, die eine Betreuung und Begleitung im Alltag benötigen, müssen auf ein passendes Angebot mittlerweile oft lange warten. In der Suchtkrankenhilfe und der Behindertenhilfe geht es darum, neu und zeitgemäß zu definieren, was Nächstenliebe ausmacht. Das Team der Geflüchtetenhilfe zeichnete einen Weg nach, wie aus dem Gefühl, keine Zukunft zu haben, die Gewissheit, eine gemeinsame Zukunft zu haben, werden kann.

Michael Noss, Präsident des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, setze als Gastredner für den kurzfristig verhinderten Staatsministers und Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland, Carsten Schneider, klare Akzente des Zuspruchs an die Mitarbeitenden der Immanuel Albertinen Diakonie und ergründete die Quellen von Motivation zur Erfüllung des Auftrages Nächstenliebe - auch in herausfordernden Zeiten.

Die erfolgreiche Arbeit der Immanuel Diakonie Südthüringen und die stete Erweiterung ihrer Hilfsangebote in den letzten Jahren ist auch der guten Vernetzung vor Ort zu verdanken. Der Bürgermeister der Stadt Schmalkalden Thomas Kaminski, und die stellvertretende Landrätin des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, Susanne Reich, berichteten über die verlässliche, oft unkomplizierte und von gemeinsamem Gestaltungswillen geprägte Zusammenarbeit mit der Immanuel Diakonie Südthüringen und ihren Einrichtungen.

Der feierliche Rahmen des Jubiläums wurde auch für eine Staffelstabübergabe an die neue Geschäftsführung der Immanuel Diakonie Südthüringen genutzt. Der langjährige Geschäftsführer Lutz Reichardt geht im Juni in den Ruhestand und übergibt seine Funktion in die bewährten Hände von Alexandra Roth, der Fachbereichsleiterin Behindertenhilfe der Immanuel Diakonie Südthüringen, und Frank Lehmann, dem Verwaltungsleiter der Gesellschaft. Beide gaben zum Abschluss der Veranstaltung einen kurzen Ausblick, wie sie das Werk der Nächstenliebe fortsetzen wollen.

Für die musikalische Begleitung des Festakts sorgten der Gitarrist Werner Hucks und der Bezirkskantor Andreas Conrad.

Eindrücke vom Jubiläum in der Stadtkirche St. Georg in Schmalkalden

Das Jubiläum in der Stadtkirche St. Georg feierten aktuelle und frühere Mitarbeitende der Immanuel Diakonie Südthüringen, Bewohnerinnen und Bewohner der Schmalkaldener Einrichtungen, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter aus Verwaltung, Politik und Kirchengemeinden vor Ort sowie Vertreterinnen und Vertreter des Aufsichtsrats und der Gesellschafterversammlung der Immanuel Albertinen Diakonie. Foto: Michael Bauroth
 
Pastor Ralf-Peter Greif verwies in seinem Statement "In den Zeiten befangen und gefangen" auf das Unrecht, das auch in unserer Einrichtung in den dunklen Jahren der NS-Zeit geschehen konnte und Opfer des NS-Volksgesundheitswahns wie auch der NS-Rassenpolitik forderte. Foto: Michael Bauroth
 
Die Mitarbeitenden der Einrichtungen und Angebote der Altenpflege machten auf die aktuelle Situation von älteren Menschen mit Betreuungsbedarf aufmerksam, für die es aufgrund des bestehenden Fachkräftemangels immer schwieriger wird, passende Hilfsangebote zu finden. Foto: Michael Bauroth
 
Mitarbeitende und Klientinnen und Klienten der Suchtkrankenhilfe und der Behindertenhilfe zeigen, wie eine moderne auf Inklusion und Teilhabe zielende Begleitung von Menschen gelingen kann. Foto: Michael Bauroth
 
Im Rahmen der Jubiläumsfeier übergab der langjährige Geschäftsführer Lutz Reichardt (links im Bild) den Staffelstab an seine beiden Nachfolger in der Geschäftsführung: Alexandra Roth, Fachbereichsleiterin der Behindertenhilfe der Immanuel Diakonie Südthüringen, und Frank Lehmann, Verwaltungsleiter der Immanuel Diakonie Südthüringen. Foto: Michael Bauroth
 

Unser Jubiläumsfest - Filmischer Rückblick

Das Südthüringer Regionalfernsehen hat unser Fest auf dem Röthof am 26. Mai und den Jubiläumsakt in der Stadtkirche St. Georg am 27. Mai begleitet.

 
 
 
 
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