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Am Samstag sind auf dem Röthof, einem alten Bauerngut oberhalb Schmalkaldens und Teil der Einrichtung der Suchtkrankenhilfe, die ersten Entenküken geschlüpft. Und das ist in diesem Jahr sogar eine kleine Sensation. Von den 17 Bruteiern wurden 13 kleine flauschige Entenküken ausgebrütet, so viele wie noch in keinem Jahr zuvor. Der Nachwuchs wird von einem unserer Bewohner liebevoll mit Wärmelampe und ganz klein geschnittenen, frischen Brennnesseltrieben aufgepäppelt. Es ist für uns alle immer wieder eine große Freude zu beobachten, wie die Küken heranwachsen und sich dann beim ersten Weidegang später über das Wiesengras freuen.

Auf dem Röthof betreiben wir seit gut 30 Jahren ökologische Landwirtschaft, darauf sind wir sehr stolz. Diese Haltung bedeutet auch, dass alle unsere Tiere ganzjährig Weidehaltung genießen. Seit letztem Jahr erst Pflicht, ist es für uns schon immer selbstverständlich. Unsere Enten und Gänse sind dabei noch die absoluten Freigänger, keine extra Weide, kein Zaun, sie spazieren das ganze Jahr über frei auf dem Gelände herum. Nur abends werden sie in den Stall geführt, weil der Fuchs bekanntlich gern die Gans, oder eben auch die Ente holt.

Mit der Zeit sammeln sich die Enten und Gänse abends um eine gewisse Zeit von ganz alleine vor dem Stallgebäude, natürlich unter lautstarken Geschnatter. Kurz nach der Brut kann da auch schon mal ein eher bedrohlich wirkendes Zischen dabei sein, wenn sie mit ausgestrecktem Hals ihren Nachwuchs schützen wollen. Das Hereinführen der Tiere in den Stall am Abend ist für unsere Besucherinnen und Besucher auf dem Hofcafé oft eine wahre Schau - da werden gerne mal die Handys gezückt.

Titelbild: Dreizehn Entenküken schlüpften vergangenen Samstag auf dem Röthof, einem circa 52 Hektar großen landwirtschaftlichen Gut oberhalb Schmalkaldens. 

Mehr über das Immanuel Therapiezentrum Röthof.

Wie alle anderen Tiere auf dem Röthof werden auch die Entenküken im Rahmen der Arbeitstherapie von den Bewohnern der Suchtkrankenhilfe-Einrichtung versorgt.
Der Umgang mit den Tieren ist für die Bewohnerinnen und Bewohner eine wertvolle Erfahrung: Sie schulen praktische Fähigkeiten und übernehmen Verantwortung für die anvertrauten Tiere.