Immanuel Therapiezentrum Bad Liebenstein

Das Immanuel Therapiezentrum Bad Liebenstein bietet Menschen mit Suchterkrankungen vielfältige Unterstützung mit dem Ziel, sich ein zufriedenes eigenverantwortliches und suchtmittelfreies Leben aufzubauen.

Das Immanuel Therapiezentrum Bad Liebenstein ist eine Einrichtung der Immanuel Diakonie Südthüringen. Diese gehört mit all ihren Einrichtungen seit 2004 zur Immanuel Diakonie und bietet an zwölf Standorten in Thüringen und Hessen als diakonischer Lebensbegleiter professionelle Unterstützung in den Bereichen Behindertenhilfe, Suchtkrankenhilfe und Pflegeeinrichtungen für Senioren und pflegebedürftige Menschen.

Durch unser breites Leistungsprofil lassen wir die Menschen, die unsere Dienste in Anspruch nehmen müssen oder wollen, nicht allein. Wir helfen, dass ihr Leben auch dann gelingt, wenn sie besonderen Herausforderungen und Krisensituationen ausgesetzt sind.

Zum Immanuel Therapiezentrum Bad Liebenstein gehören:

  • Sozialtherapeutisches Wohnheim mit 39 Plätzen
  • Trainingswohnen mit 6 Plätzen
  • Externe Tagesstruktur
  • Ambulant Betreutes Wohnen

Sozialtherapeutisches Wohnheim

Das sozialtherapeutische Wohnheim für chronisch mehrfachbeeinträchtigte suchtkranke Menschen umfasst die Bereiche Trainingswohnen, tagesstrukturierende Maßnahmen, Externe Tagesstruktur und das Ambulant Betreute Wohnen.

Es befindet sich im Ortsteil Schweina, einem Nachbarort der Kurstadt Bad Liebenstein, ca. 25 km südlich von Eisenach. Das großzügige, parkähnliche Außengelände bietet die Möglichkeit zur Erholung, Rückzug und Naturerleben.

Jeder der 39 Bewohnerinnen und Bewohner bewohnt ein eigenes Zimmer und ist einer Wohngruppe angegliedert, die gemeinsam einen komfortablen Wohnraum mit Küche nutzen kann. Im Rahmen unseres psychoanalytisch orientierten Konzepts steht jeder Bewohnerin und jedem Bewohner während des gesamten Aufenthalts eine Wohngruppenleiterin oder ein Wohngruppenleiter zur Seite, die regelmäßig Einzel- und Gruppengespräche führen.

Welche Voraussetzungen sind für eine Aufnahme in das Wohnheim notwendig?

  • Bereitschaft, auf Suchtmittel zu verzichten
  • Bereitschaft, in unserer Wohngemeinschaft zu leben
  • Bereitschaft, an unserem Therapieprogramm teilzunehmen
  • eine abgeschlossene Entgiftungsbehandlung
  • Kostenzusage nach Sozialgesetzbuch IX
 

Ihre Ansprechpartnerin

Sabine Seher
Einrichtungsleiterin
Tel.: 036961 7389-11

 

Trainingswohnen

Der Bereich Trainingswohnen ist ein erweitertes Angebot des Wohnheims. Das Trainingswohnen ist eine eigenständige Wohnform, in denen den Bewohnern intensive Trainingsmaßnahmen angeboten werden. Ziel dieser Maßnahmen ist es, eine größtmögliche Selbständigkeit im Wohnen zu erreichen, um eine spätere Ausgliederung in eine eigene Wohnung zu ermöglichen.

Trainingswohnen ist als Eingangsstufe für den ambulanten bzw. eigenen Wohnbereich gedacht und interessierte Bewohner können sich testen, ob sie für diese Wohnform geeignet sind. Im Laufe einer bestimmten Zeit sollen die Bewohner im Trainingswohnen lernen, ihr Leben weitgehend selbständig zu meistern, was im praktischen Alltag geübt wird.

Für insgesamt sechs Bewohnerinnen und Bewohner besteht die Möglichkeit, in Form von Wohngemeinschaften für jeweils zwei Personen, ein Leben unter alltagsähnlichen Bedingungen zu erproben. Jeder hat ein eigenes Zimmer, gemeinsam wird die Wohnküche sowie das Badezimmer genutzt. Zum gemeinsamen Kochen und Beisammensein steht eine Küche mit Essbereich zu Verfügung.

Der Schwerpunkt liegt dabei im Training lebenspraktischer Fähigkeiten und der eigenverantwortlichen Lebensführung.

Tagesstrukturierung

Bewohnerinnen und Bewohnern des Wohnheims, des Trainingswohnens sowie ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohnern steht eine breite Palette tagesstrukturierender Maßnahmen zur Verfügung.

Arbeitstherapie

Das Außengelände des Therapiezentrums bietet verschiedene Tätigkeiten im Bereich der Landschaftspflege. Innerhalb der Arbeitstherapie werden Bewohnerinnen und Bewohner auch im Hauswirtschaftsbereich eingesetzt und können hier unter anderem Erfahrungen im Koch- und Backtraining sammeln.

Weitere Angebote der Tagesstrukturierung sind:
  • Mototherapie
  • Heilpädagogisches Reiten/Voltigieren
  • Freizeitangebote
  • Hirnleistungstraining
  • verschiedene Indikativgruppen (z. B. Musikgruppe, Holzwerkstatt, Ergotherapie, Entspannungsgruppe, Bowling, Volleyball, Schwimmen, Tischtennis, Dart, Billiard, Basketball)
 

Externe Tagesstruktur

Die teilstationären Angebote der Externen Tagesstruktur richten sich an suchtkranke Menschen, welche ihrem Tag eine sinnvolle Struktur geben möchten.

Dazu bieten wir nach individuellem Betreuungsprogramm an:

  • Ergotherapeutische Angebote (z.B. Seidenmalerei, Handarbeit, Holzbearbeitung, Körbeflechten, Arbeiten mit Leder, Wolle, Papier, Perlen)
  • Arbeitstherapeutische Angebote (z.B. Pflege der Außenanlagen)
  • Training alltagspraktischer Fähigkeiten (z.B. Koch- und Backtraining, Hauswirtschaftstraining, Hilfestellung im Umgang mit Ämtern und Behörden)
  • Hilfen zur Bewältigung der Suchtkrankheit sowie deren psychische und physische Folgen (z.B. Einzel- und Kleingruppengespräche)
  • Freizeitangebote (z.B. Ausflüge, Dart, Billiard)

Ihre Ansprechpartnerin

Sabine Seher
Leiterin der Externen Tagesstruktur
Tel.: 036961 7389-11

 

Ambulant Betreutes Wohnen im Wartburgkreis

Ambulant Betreutes Wohnen (ABW) bedeutet eine Betreuung nach Bedarf und nicht rund um die Uhr. Eine gewisse Selbständigkeit wird deshalb vorausgesetzt, da die Klienten nicht täglich für mehrere Stunden begleitet werden, sondern situations- und bedarfsgerecht in den Bereichen, welche einer professionellen Unterstützung bedürfen.

Die Klienten des ABW leben in eigenen Wohnungen oder Wohngemeinschaften und erfahren ambulante Maßnahmen der Betreuung und Beratung im Sinne der Eingliederungshilfe nach Sozialgesetzbuch IX.

Haben die Hilfsangebote auch immer einen sozialtherapeutischen Hintergrund, beziehen sie sich im ABW aber vordergründig auf den Bereich „Wohnen“ - der Bewältigung der Alltagspraxis und den Aktivitäten des täglichen Lebens. Dem Erhalt, der Festigung und Weiterentwicklung der im stationären Bereich erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten dient die ambulante Unterstützung, ebenso wie der Sicherung der Abstinenz trotz auftretender Krisensituationen und damit einhergehender Rückfallgefahren.

Das ABW leistet unter anderem Unterstützung bei:
  • der persönlichen Lebensgestaltung
  • Beratung, Anleitung und Unterstützung bei der individuellen Basisversorgung
  • Ämter-, Behörden- und Arztbesuchen
  • der Sicherung der abstinenten Lebensweise und Auseinandersetzung mit der Suchtmittelabhängigkeit
  • Wohnungsangelegenheiten, wie regelmäßige Mietzahlung, Erstellung eines Haushaltsplans, Anleitung zur Sauberhaltung der Wohnung, Wohnraumbeschaffung und Umzugshilfen
  • der sozialen Integration in die Gesellschaft, (Re-)Aktivierung von Beziehungen zu Familienangehörigen, Freunden oder Nachbarschaft

Die Umsetzung dieser Unterstützungsleistungen erfolgt in Form von Einzel- und Gruppengesprächen, Hausbesuchen und persönlicher Begleitung.

Ihre Ansprechpartnerin

Sabine Seher
Leiterin Ambulant Betreutes Wohnen
Tel.: 036961 7389-11

 
 
 
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